Warum Politik

Was ist für mich Politik?

Selbst in die Politik einzusteigen wurde für mich ab 2005 Thema.

Damals hat mich ein guter Freund angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte für den Ortsrat der Stadtmitte zu kandidieren.

Nach einigen Gesprächen um zu erfragen, um was es da genau geht und was man dafür tun muss, sagte ich zu.

Im Frühjahr 2006 gab es dann weitere Treffen zur Vorbereitung der Kandidatenliste.

Warum Politik?

Es gibt doch viele andere Möglichkeiten sich nebenbei ehrenamtlich zu engagieren? Politik hat ja auch nicht den besten Ruf und Politikern wird ja immer nur die Durchsetzung eigener Interessen vorgeworfen.

Damals hatte ich immer wieder als Mitarbeiter des CJD Probleme meinen Arbeitsplatz zu sichern. Das CJD Wolfsburg hatte Probleme sich im Bereich der BvB nach vielen Jahren des Förderlehrgangs zu etablieren. Die Maßnahmen wurden seit 2003 ausgeschrieben und jeder Träger musste sich darauf bewerben und bekam dann vielleicht den Zuschlag. Hauptkriterium war aus meiner Sicht der Preis und hier konnte das CJD nicht mithalten. Im Jugenddorf gab es viele Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung und natürlich einem höheren Gehalt. Neu eingestellte Mitarbeiter kosten immer weniger. Als Konkurrent in diesem Bereich tummelte sich dann auch eine Tochtergesellschaft der Stadt Wolfsburg mit „Dumping-Preisen“ aber auch Dumping-Löhnen. Das war aus meiner Sicht alles nicht rechtens. Dazu kam, dass diese städtische Tochter ein Finanzloch hatte, das die Stadt Wolfsburg aus Steuermitteln schloss. Das CJD muss mit seinen Schulden alleine klar kommen.

Aus meiner Sicht war dies ganz klar eine Wettbewerbsverzerrung zulasten des CJD, der Wolfsburger Steuerzahler und natürlich auch der benachteiligten jungen Menschen in unserer Stadt und der Region.

Gegen diese „Ungerechtigkeit“ wollte ich etwas tun und deshalb war klar, ich darf nicht nur meckern – nein, ich muss mich einbringen.

2006 kandidierte ich für den Ortsrat der Stadtmitte, wurde stimmberechtigtes Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Wolfsburg und zum Ortsbürgermeister der Stadtmitte gewählt.

Warum ausgerechnet CDU?

Ich bin katholisch geboren und nach christlichen Werten erzogen.

Für mich zählt nicht alleine das, was ich für richtig halte, sondern das was als Gemeinsamkeit allen dient.

Die Basis der CDU ist das christliche Menschenbild. Jeder Mensch hat für mich das gleiche Recht von mir anerkannt und gleich behandelt zu werden. Seine Themen sind so wichtig wie die Themen aller anderen und meiner.

Jeder Mensch hat im Leben aber auch seine Chance verdient, sein Leben so gut er es hinbekommen kann selbst in die Hand zu nehmen. Das hat für mich nichts mit Geld und Bildung zu tun.

Jeder Mensch ist unterschiedlich:

Der eine wurde in eine heile Welt geboren, der andere nicht.

Dem einen fällt das Lernen leicht, dem anderen nicht.

Der eine ist gesund, der andere gesundheitlich eingeschränkt, behindert oder benachteiligt.

In unserer Welt ist alles möglich und deshalb muss es für jeden Menschen, die auf ihn zugeschnittenen Chancen und Möglichkeiten geben.

Das macht es für mich aus und deshalb bin ich Mitglied der Volkspartei CDU geworden.

Hier bringe ich meine Themen ein, diskutiere mit meinen Parteifreunden und ringe mit allen fair um eine gemeinsame Richtung. Das funktioniert nicht immer, aber doch so, dass mir mein Engagement in dieser Partei neben Arbeit aber auch Spaß und Freude bereitet.

Das hat sich aber seit 2016 verändert. Ab Herbst 2016 habe ich kennenlernen dürfen mit welcher Bösartigkeit Menschen versuchen ihre Machtgelüste zu sichern und dabei versuchen hintenherum anderen Menschen den Atem zu rauben.  Das gipfelte bei mir am Ende in persönlichen Diffamierungen, meiner Kündigung und bis heute vielen kleinen Nickligkeiten.

Das ist alles ehrlicherweise nicht meine Welt und hat auch nichts mehr mit der Achtung von ehrenamtlichem Engagement zu tun. Es ist im Grunde purer Hass.

Trotzdem bleibe ich der CDU treu, denn die ist es Wert, sich auch innerparteilich für Charakter und Moral einzusetzen. Das, was Einzelne an Niederträchtigkeit leben hat nichts mit der großen Mehrheit der Parteifreunde zu tun.