Ich habe mich entschieden und werde mich konsequent für eine Veränderung und Modernisierung der CDU Wolfsburg einsetzen.

Alles was in den vergangenen zwei Jahren passiert ist, habe ich vorausgesagt.
Natürlich ist die CDU Wolfsburg nicht tot. Sie hat tolle Mitglieder mit vielen Ideen. Leider ist die Spitze verkrustet und bisher nicht in der Lage eigene Schwächen zu erkennen. Der Schuldige ist immer der andere oder die anderen.
Ich werde deshalb am kommenden Montag von der Wolfsburger CDU Spitze einfordern, dass die CDU und deren Entwicklung es verdient neuen Ideen und Kreativität eine Chance zu geben und nicht Verkrustung und Egoismus weiterhin das Maß der Dinge ist. Wird dies nicht umgesetzt, dann verzichte ich auf die Fraktionsmitgliedschaft, aber
nicht auf meine Parteizugehörigkeit.
Der einzige echte und wichtige Beschluss seit der Kommunalwahl wurde beim letzten Kreisparteitag getroffen. es ging um den Wechsel in den CDU Landesverband Braunschweig.
Die neue Satzung der CDU Wolfsburg schließt eine breitere Beteiligung von Mitgliedern aus. Das ist schlecht.

Die Stimmung in der Fraktion ist seit dem Wahlergebnis von 2016 nie wirklich gut gewesen, da Postenschacherei und das Abstecken von Macht- und Einflussbereichen im Vordergrund standen. Wenn im Vordergrund gestanden hätte, wie wir die vielen Gremien fachlich gut besetzen, dann wäre auch eine stärkere Beteiligung der Mitglieder möglich gewesen. So haben Mitglieder, die der Spitze besonders nah standen, eine Position erhalten und waren z.B. aber nie da.
Aktive und engagierte Mitglieder haben sich engagiert und die Arbeit gemacht. Eine echte Anerkennung fand aber nicht statt. Mitglieder sind tolle Mitglieder, wenn sie helfen den eigenen Machterhalt zu sichern. Da geht es wenig um Themen, sondern um Egos.  Das schadet im Ergebnis allen, auch der Kommune!
Ich finde in einer Partei soll man sich wohlfühlen können, auch wenn man nicht jede Meinung teilt oder man aus einer anderen Generation stammt. Leider ist dies derzeit in der CDU Wolfsburg nicht wirklich möglich.
Man wird von oben herab behandelt, wenn man nicht die gleiche Meinung unterstützt hagelt es Vorhaltungen.
Wenn es nur um den eigenen Machterhalt geht, dann verliert immer die Gemeinschaft und man spürt dies von innen wie von außen. Da kommt dann auch die Politikverdrossenheit her.
Leider gehöre ich ja zu den „schlechten“ Menschen, die der Partei nur Schaden wollen und habe deshalb bei einigen Mitgliedern einen schweren Stand haben.
Ich bin aber eine ehrliche Haut, ein Teamplayer und zielorientiert.

Wenn im Hintergrund immer durch Aussagen mit wenig Wahrheitsgehalt versucht wird, Mitgliedern die einem nicht gefallen irgendwie zu schaden, dann kann man derzeit von der CDU Wolfsburg eine Menge lernen.

Die CDU Wolfsburg braucht dringend wieder Herz, eine Seele und Ehrlichkeit im Umgang miteinander.
Manchmal auch das Entschuldigen bei einem Fehler. Darauf warte ich bis heute.

Natürlich muss mein Ratskollege Stefan Kanitzky sein Ratsmandat behalten. Er ist mir einer der nächsten und sympathischsten Fraktionskollegen gewesen. Er hat sich sein Ratsmandat mit viel Fleiß und Engagement im Wahlkampf und seiner bisherigen Zeit erarbeitet.
Die Parteispitze hat einfach unrecht damit, dass er das Ratsmandat wieder zurückgeben sollte.
Er ist gewählt und damit Basta!

Mit dieser Aussage will sie wahrscheinlich nur von ihren eigenen Fehlern ablenken! Manchmal erkennen Menschen, die Positionen lange innehaben nicht, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Sie haben den Absprung verpasst und dann endet es immer in schwierigen und schädlichen Situationen für eine Partei. Ein Beispiel dafür ist für mich Helmut Kohl. Ein Vorsitzender und Kanzler mit großer Lebensleistung. Darüber spricht man aber nur noch selten.

Natürlich finde ich den Austritt von Stefan auch nicht toll, die CDU verliert damit ein junges und engagiertes Aushängeschild für die Zukunft.

Mir unterstellt man immer, ich würde wegen meines Rausschmisses im Februar 2017 nachkarten. Wer das sagt, den bewegt eher sein schlechtes Gewissen und das soll er auch behalten.

Man hat mich in der Folge durch eigene Fehler zu dem hochstilisiert, was ich nicht bin: Ein Quertreiber, jemand der der CDU Schaden zufügen will und der aus der Deckung schießt.

Ich sage offen meine Meinung, werde ehrlicherweise sauer, wenn man sich gegen Lügen dauernd wehren muss und der nach allen Seiten die Hand zur Zusammenarbeit im Team ausstreckt.

Die aktuelle Stellungnahme der CDU zum Austritt von Stefan Kanitzky ist der Beachtung nicht wert. Für diese Stellungnahme schäme ich mich als CDU Mitglied.

Ich freue mich auf Montag und bedauere die Entwicklung der letzten Jahre in der CDU Wolfsburg.
Gleichzeitig macht mich die Entwicklung traurig.
Ich bin kein Quertreiber und es fällt mir schwer gegen den Strom zu schwimmen.
Manchmal muss man aber einfach Farbe bekennen, damit die Zeiten besser werden.